Montag, 2. August 2010

Kungsleden Etappe 2: Samstag 24. Juli 2010


Hike route 625061 - powered by Wandermap 


8 Uhr bin ich aufgestanden. Im Zelt waren 7,9°C, sehr angenehm zum schlafen. In der Hütte war es so heiß vom vielen Kochen, dass ich draußen gefrühstückt habe. Wie ab jetzt jeden Tag, gab es Müsli mit "Bebivita 4" (Bebymilch, die fast alle Trekker dabei haben) und dazu einen kalorienreichen Kakao (einzurühren mit Wasser). Ich habe mir Zeit gelassen und bin erst 10:24 bei schönstem Sonnenschein zur zweiten Etappe gestartet.
Die 3 deutschen Jungs haben aufgegeben und sind nach Abisko zurück.
Es ging ziemlich steil den Berg hinauf und mein Rucksack war ganz schön schwehr. Mein Hausarzt hatte mir extra hochdosierte Asthmamedikamente mitgegeben, sodass ich wenigstens mit der Luft keine Probleme hatte. Zum Mittagessen gab es Nudeln mit Tomaten-Käse-Sauce. So eine extra lange Mittagspause mit Kochen ist sehr praktisch zum Kräfte regenerieren. Kann ich empfehlen. Es wurde langsam immer heißer und die Sonne knallte von oben auf mich herab.
Nach der Mittagspause habe ich Adam kennen gelernt. Englischlehrer aus Polen, auch allein unterwegs. Er hat sich ziemlich spontan zu der Wanderung entschlossen und sein Rucksack wog 20kg. Ein bisschen sind wir gemeinsam gewandert und haben uns über das Leben unterhalten.
Gegen nachmittag habe ich Željko und Sarah wieder getroffen. Mit denen hatte ich mich schon in Abiskojaure etwas unterhalten. Wir haben uns gemeinsam entschlossen einen Zeltplatz am See zu suchen, da der Weg bis zu den Alesjaurehütten absolut nicht zu schaffen war und die zwei einen Tipp bekommen hatten, dass es einen schönen Platz am See gibt.
Den haben wir auch gefunden. Nach dem Zeltaufbau (extremer Wind, ziemlich schwierig) gab es Abendbrot. Diesmal Pfifferlingcremesuppe, ausgewählt weil die Tüte offen war. Dann bin ich in dem Gestrüpp (wir befinden uns oberhalb der Baumgrenze) feuerholz suchen gegangen. Das gestaltete sich schwierig, aber es ging. Dann haben wir im strahlenden Sonnenschein ein Lagerfeuer gemacht. Angezündet mit meinem topmodernen Feuerstahl.
Als die anderen 2 im Zelt verschwunden waren, habe ich noch am See gesessen. Es war völlig windstill und die sonnenbeschienenen Berge spiegelten sich im See.
Auf dem Kungsleden kamen 2 Jogger vorbei. Solche, die die Strecke einfach rund um die Uhr durchlaufen und nur einen Gürtel mit Getränken dabei haben.
Der See hatte 9,7°C, ich habe mich trotzdem darin gewaschen. An den Füßen hatte ich noch ein paar mehr Blasen, aber immer noch keine Schwellungen. Dafür aber vermutlich Sonnenbrand auf der Nase.
Für Fotos aufs Bild klicken.

Kungsleden Etappe 2

Kommentare:

Micha hat gesagt…

klasse Bilder,
wo kann ich die dann kaufen oder runter laden
und dann als Poster an die Wand


micha

Anonym hat gesagt…

Oh, da kommen mir nun doch Zweifel, ob der Norden schöner ist als der Süden....